Termin der Beauftragten beim Austausch des Präventionsprogramms „Wegweiser – Stark ohne islamistischen Extremismus“ im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf am 11.11.2025.
Am 11. November 2025 war die Beauftragte zu einem Erfahrungsaustausch mit dem Präventionsprogramm „Wegweiser – Stark ohne islamistischen Extremismus“ im Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf zu Gast. An dem Termin nahm unter anderem auch der Leiter des nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzes, Herr Jürgen Kayser, teil. Im Rahmen eines Grußwortes sowie eines anschließenden Austauschs mit den Teilnehmenden stellte die Beauftragte die Arbeit ihres Ehrenamtes sowie aktuelle Herausforderungen im Themenfeld Antisemitismus vor und erhielt zugleich vertiefte Einblicke in die Arbeit des Präventionsprogramms Wegweiser.
Das vom nordrhein-westfälischen Innenministerium koordinierte und finanzierte Programm „Wegweiser“ richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen Radikalisierungsprozesse im Bereich des Islamismus erkennbar werden oder drohen. Dabei verfolgt das Programm einen frühzeitigen und ganzheitlichen Präventionsansatz: Neben den Betroffenen selbst werden bewusst auch Familie, Freundeskreis, Schule oder Sportvereine in die Beratungs- und Unterstützungsarbeit einbezogen. Ergänzt wird das Angebot durch Bildungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen, Workshops sowie Informations- und Fortbildungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Mit inzwischen 24 Beratungsstellen in Nordrhein-Westfalen sowie ergänzenden digitalen Beratungsangeboten hat sich Wegweiser in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Baustein der Extremismusprävention entwickelt. Die Beratungsstellen werden vielfach von kommunalen oder zivilgesellschaftlichen Trägern umgesetzt und leisten vor Ort wichtige Beziehungs- und Vertrauensarbeit.
In ihrem Grußwort betonte die Beauftragte die große Bedeutung des kontinuierlichen Austauschs zwischen Prävention, Sicherheitsbehörden und demokratischer Bildungsarbeit. Gerade im Umgang mit extremistischen Ideologien seien vertrauensvolle Zusammenarbeit, frühzeitige Sensibilisierung und gesellschaftliche Vernetzung von zentraler Bedeutung. Der enge Schulterschluss zwischen Prävention, Bildung und Sicherheit sei Ausdruck einer wehrhaften Demokratie, die Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit aktiv verteidige.
Besonders hervorgehoben wurde die wichtige Arbeit der Wegweiser-Mitarbeitenden, die gefährdete junge Menschen und deren Umfeld begleiten, beraten und alternative Perspektiven aufzeigen. Die Beauftragte würdigte das Programm als wichtigen und inzwischen fest etablierten Bestandteil der Präventionslandschaft in Nordrhein-Westfalen. Wegweiser zeige beispielhaft, dass Demokratie nicht abstrakt sei, sondern täglich durch Engagement, Professionalität und Menschlichkeit gelebt und geschützt werden müsse.
Der Erfahrungsaustausch bot zugleich Gelegenheit, gemeinsame Herausforderungen – etwa mit Blick auf digitale Radikalisierungsprozesse und antisemitische Narrative im Kontext extremistischer Ideologien – zu diskutieren und bestehende Kooperationen weiter zu vertiefen.
Nähere Informationen zum Programm gibt es hier: https://wegweiser.nrw.de/