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Bürgerschaftliches Engagement für Jüdische Kultur in Essen - Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen

14.08.2026

Bürgerschaftliches Engagement für Jüdische Kultur in Essen - Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen 

Am 26. März 2026 traf die Beauftragte beim Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen in der Alten Synagoge Essen auf viele interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen. Auch Vertreter der Jüdischen Kultus-Gemeinde-Essen nahmen an der Veranstaltung teil.

Die „Jahreszeitgespräche“ sind ein gut eingeführtes Dialogformat der Förderstiftung  Alte Synagoge Essen und des Freundeskreises Alte Synagoge Essen, das regelmäßig in der Alten Synagoge Essen stattfindet. 

In ihrem Impulsvortrag betonte die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur: 

„Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auch eine gesamtgesellschaftliche Antwort erfordert.“

Sylvia Löhrmann

Anschließend diskutierte Sylvia Löhrmann in einem Podiumsgespräch mit Wolfgang Weber, Vorstandsmitglied des Freundeskreises, und Andreas Bomheuer, Vorsitzender der Stiftung Alte Synagoge Essen, über die aktuellen Herausforderungen ihres Ehrenamts und der damit verbundenen Aufgabenfelder sowie darüber, wie wirkungsvolles bürgerschaftliches Engagement für jüdisches Leben, für das Sichtbarmachen und die Wertschätzung jüdischer Traditionen sowie 

für den Kampf gegen Antisemitismus und die Präventionsarbeit gegen Judenhass aussehen könne und beantwortete Fragen aus dem Publikum.

Die Veranstaltung fand der Alten Synagoge Essen statt, in der sich heute das Haus der Jüdischen Kultur Essen befindet, das mit einem breit gefächerten Veranstaltungsprogramm, neuen Formaten wie z.B. dem Sommerfest „Alte Synagoge & Friends“, Führungen und Ausstellungen dazu beiträgt, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit der jüdischen Geschichte und Gegenwart der Stadt sowie mit aktueller jüdischer Kultur vertraut zu machen, Schwellenängste abzubauen und mit Dialogformaten zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. 

Für Sylvia Löhrmann, gebürtige Essenerin, war der Besuch auch Erinnerung an ihre Schulzeit: Im Geschichtsunterricht besuchte ihre Klasse – damals noch die Ausnahme – bei der Behandlung des Nationalsozialismus auch die Essener Synagoge. Das weckte ihr Interesses und begründete in gewisser Weise ihr Engagement für die Erinnerungskultur, damit auch des heutigen Ehrenamtes als Beauftragte.  

 

Zum Kulturdenkmal Alte Synagoge Essen:

Die Alte Synagoge ist seit 2010 das Haus Jüdischer Kultur in Essen. 

Das Kulturinstitut der Stadt Essen befindet sich im früheren Synagogenbau der jüdischen Gemeinde unmittelbar im Zentrum der Stadt neben dem Rathaus. 

Das Baukunstwerk gehört zu den größten und architektonisch bedeutendsten, freistehenden Synagogenbauten Europas aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts und wurde 1911 vom Architekten Edmund Körner als Synagogenneubau geplant. 

Der repräsentative und selbstbewusste Neubau demonstrierte die Integration und Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens im Deutschland des zweiten Kaiserreichs. Die zentrale Lage des Hauses in der Innenstadt unterstützte diese Intention sinnbildlich.

Der 2024 gegründete Freundeskreis der Alten Synagoge Essen und die Förderstiftung Alte Synagoge Essen unterstützen beide die Programmvielfalt und die die Aktivitäten der Alten Synagoge Essen durch bürgerschaftliches Engagement.

Jahreszeitengespräch 2026 Alte Synagoge Esesn