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Fachtage kommunal gegen Antisemitismus in Oberhausen, Dortmund, Köln

14.08.2026

Die drei Fachtage zeigen unterschiedliche Zugänge zur kommunalen Arbeit gegen Antisemitismus: Praxisorientierte Workshops und Vernetzungsformate in Oberhausen, dokumentierte Bildungsansätze für Schulen in Dortmund und kultur‑ und theaterbasierte Perspektiven in Köln.

„Demokratie (…)  beginnt in den Städten und Gemeinden und wächst von unten auf.“ Diese Aussage von Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier bringt auf den Punkt, was die Fachtage in Oberhausen, Dortmund und Köln gemeinsam thematisieren: Lokales Engagement, Bildungsarbeit und zivilgesellschaftliche Vernetzung sind die erste Verteidigungslinie gegen Antisemitismus und für die Stärkung demokratischer Kultur.

Vollständig lautet das Zitat: „Demokratie spielt sich nicht nur hier in Berlin und in den Hauptstädten der Bundesländer ab, sondern sie beginnt in den Städten und Gemeinden und wächst von unten auf.“, vgl. Rede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier beim „Demokratieforum Kommunalpolitik: Stadt- und Gemeinderäte – Engagiert vor Ort“ am 8. April 2025 in Berlin, Bulletin der Bundesregierung, Nr. 27-1 vom 8. April 2025; 

https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975954/2340910/dfaad2ca96edb5f0ba210d2cef5b4eac/27-1-bpr-demokratieforum-kommunalpolitik-data.pdf?download=1, abgerufen am 19.05.2026, 09:43 Uhr

Der Oberhausener Fachtag „Antisemitismuskritische Arbeit in Bildung und Kultur“ wurde am 19. März 2025 von Oberbürgermeister Daniel Schranz eröffnet. In ihrem Grußwort der von ihr geförderten Veranstaltung forderte die Beauftragte dazu auf, den Kampf gegen Antisemitismus entschlossen zu führen, sich auf Augenhöhe zu begegnen und auch Ausgrenzung sowie Spaltung entgegenzutreten. Der Fachtag richtete sich insbesondere an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich, pädagogische Fachkräfte in der außerschulischen Bildung, Lehrerkräfte und Beschäftigte öffentlicher Institutionen.

Neben verschiedenen Workshops, die über den Tag verteilt von landes- und bundesweit tätigen Organisationen durchgeführt wurden, gab es einen Markt der Möglichkeiten auf dem sich vielfältige Initiativen und Institutionen, wie etwa Gedenkstätten, Service- und Beratungsstellen, vorgestellt haben, die im Themenfeld Antisemitismus arbeiten. Das Büro der Beauftragten war dort ebenfalls mit einem Stand vertreten und hat u. a. über die Arbeit der Beauftragten und Fördermöglichkeiten informiert.

 

 

Fachtag  Antisemitismuskritische Arbeit in Bildung und Kultur Oberhausen

In Dortmund wurde am 10. September 2025 der Fachtag „Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“ durch den Sonderbeauftragten des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund für Vielfalt, Toleranz und Demokratie und den Direktor der Volkshochschule, in deren Räumlichkeiten der Fachtag durchgeführt wurde, sowie ein Grußwort der Beauftragten, die diese Veranstaltung finanziell gefördert hat, eröffnet.

Zielgruppe des Fachtags waren insbesondere Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der politischen Bildung.Eine Keynote zur „Leerstellen, Strukturmerkmale und Bedarfe im Umgang mit Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“ von Marina Chernivksy führte inhaltlich in den Fachtag ein.

Praxisnahe Impulse für die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus haben die angebotenen Workshops zu Antisemitismusprävention und zum Umgang mit Antisemitismus von Kindertagesstätten, über die Grundschule, bis zu den Hochschulen gegeben. Antisemitismusprävention als Aufgabe der Erwachsenenbildung und der Volkshochschulen durften natürlich bei dem Veranstaltungsort nicht fehlen.

Eine Abschlussdiskussion zu „Handlungsansätze gegen Antisemitismus in Bildungseinrichtungen“ mit Praktikern rundete die Veranstaltung ab.

 

 

Fachtag "Antisemitismus in Bildungseinrichtungen"

„Widerstand gegen Antisemitismus: Kreative Methoden in Bildung und Kultur“ lautete der Titel einer internationalen Konferenz, die über fünf Tage (25.- 29. September 2025) vom  in Köln stattgefunden hat. Mit Grußworten durch den Bereichsleiter Gegenwart im NS-Dokumentationszentrum, Herrn Hans-Peter Killguss, den Bürgermeister der Stadt Köln und erster Stellvertreter von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Herrn Andreas Wolter, und der Beauftragten, wurde die Konferenz 25. September 2025 eröffnet.

Dabei wurden kreative und wissenschaftlich fundierte Methoden im Kampf gegen Antisemitismus – aus Schule, Hochschule, Theater, Kultur und Social Media – präsentiert. Das vielfältige Workshopangebot wurde dazu in die Themen „Shoah und Trauma“, „Antisemitismus auf dem Campus“ und „Modelle der Bildungsarbeit: Museum, Schule, Online und International“ zusammengefasst.

Den Abschluss der Konferenz bildete ein Podiumsgespräch zum Thema „Netzwerke des Empowerments, Bündnisse des Wiederstands, Chancen der Zukunft“. Das Panel endete mit einem Appell zur Fortsetzung der Arbeit in allen gesellschaftlichen Bereichen, bei gleichzeitiger kritischer Reflexion der bisherigen Ansätze und strukturellen Rahmenbedingungen.

Plakat zur Internationalen Konferenz "Widerstand gegen Antisemitismus"
Die Beauftragte auf der Fachtagung Dortmund