Melden Sie sich:

Sie haben persönliche Erfahrungen mit Antisemitismus gemacht oder sind Zeuge eines Vorfalls geworden?

Vorfall melden

Gedenkveranstaltung Windeck-Rosbach – Zentrale Gedenkveranstaltung für Rhein-Sieg Kreis

14.08.2026
Die Beauftragte bei der Gedenkveranstaltung in Windeck-Rosbach

Die Beauftragte Sylvia Löhrmann spricht bei der Gedenkveranstaltung in Windeck-Rosbach

Gedenkveranstaltung Windeck-Rosbach – Zentrale Gedenkveranstaltung für Rhein-Sieg Kreis

Am Nachmittag des 9. November 2025 fand in der vollbesetzten Evangelischen Salvatorkirche in Windeck-Rosbach die Gedenkstunde des Rhein-Sieg-Kreises anlässlich des 87. Jahrestags der Novemberpogrome des 1938 statt, an der die Beauftragte auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker teilnahm. 

Nach der Begrüßung durch die Stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises Notburga Kunert, richtete die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Winkelmeier-Becker das Wort an die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, bevor die Beauftragte in ihrer Rede den Anwesenden deutlich machte, dass „Jüdisches Leben in Deutschland eine über 1700 Jahre währende Tradition hat und essentieller Teil unserer Kultur und Geschichte in Deutschland ist“ und unterstrich, wie wichtig die Erinnerungskultur ist, um dem zum Teil erschreckend geringen Wissen und falsche Vorstellungen über die NS-Zeit und über den Holocaust gerade bei jungen Menschen entgegenzuwirken. 

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gedenkstätte/Museum „Landjuden ans der Sieg“, das im Haus der jüdischen Familie Seligmann errichtet wurde.

Das Ehepaar Max und Maria Seligmann überlebte den Nationalsozialismus und zog nach Kriegsende zurück nach Rosbach. Vier ihrer Kinder wurden mit Ehepartnern und Kindern in der NS-Zeit ermordet. Nur dem ältesten Sohn Alfred Seligmann und seiner Frau Hilde gelang die Flucht nach Argentinien. Hilde Seligmann stellte das Haus ihrer Schwiegereltern für das Museum zur Verfügung. 

Ziel der Gedenkstätte/Museum „Landjuden ans der Sieg“ mit ihrer neu formierten Ausstellung ist es,  die Geschichte des jüdischen Lebens an der Sieg einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Gruppenbild bei der Gedenkveranstaltung Windeck-Rosbach