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HOLO-VOICES auf Zollverein: Interaktive Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

14.08.2026
Zeitzeugin und Holcoaustüberlebende Eva Weyl bei den HoloVoices

HOLO-VOICES auf Zollverein: Interaktive Begegnungen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2026 wurde auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein die Ausstellung HOLO-VOICES eröffnet. Sie ermöglicht eine lebendige, interaktive Auseinandersetzung mit den Stimmen von Holocaust-Überlebenden und gibt ihnen mithilfe moderner Technik eine Stimme für die Zukunft.

Warum diese Ausstellung jetzt wichtig ist

Die authentischen Schilderungen von Überlebenden sind entscheidend, um das Ausmaß des erlittenen Leids zu begreifen. Ziel ist es, diese Stimmen dauerhaft zu bewahren – gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023 wieder offener und aggressiver in Erscheinung tritt.

Was Besucherinnen und Besucher erwartet

Hologramm-Technik und Künstliche Intelligenz ermöglichen Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Besucherinnen und Besucher können Fragen stellen – die Antworten erfolgen unmittelbar und persönlich.

Ein Beispiel ist Inge Auerbach: Sie berichtet über die antisemitische Verfolgung durch die Nationalsozialisten, ihre Deportation nach Theresienstadt, ihr Leiden, aber auch über unbeschwerte Kindheitsmomente mit nicht-jüdischen Nachbarskindern. Schülerinnen und Schüler können mit ihr auf Augenhöhe sprechen.

Weiterentwicklung des Projekts

Das Projekt wächst fortlaufend: Weitere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden aufgenommen. Als Nächstes wird der Beitrag von Eva Weyl digital aufbereitet und der Ausstellung hinzugefügt. Grundlage mancher Hologramme sind ältere Interviewaufnahmen, etwa aus dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Was macht die Ausstellung so besonders

HOLO-VOICES macht Geschichte unmittelbar erfahrbar und stärkt unsere gemeinsame Erinnerungskultur. Der persönliche Zugang zu Zeugnis und Verantwortung ist ein zentraler Baustein im Engagement gegen heutigen Antisemitismus.

 

Info: Ort, Zeiten, Eintritt und Bildung

  • HOLO-VOICES ist in Halle 8 auf Zollverein täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
  • Im Erdgeschoss ergänzt eine Ausstellung zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg – deutschlandweit und speziell in Essen – das Bildungsangebot.
  • Ein breit gefächertes Bildungsprogramm mit Spezialführungen und Workshops für Schulklassen, Jugendliche und Erwachsene kann über www.holo-voices.de gebucht werden.