Kommunal-Fachtagung „Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der kommunalen Integrationsarbeit“
In den Räumlichkeiten der Bezirksregierung Düsseldorf fand am 8. Dezember 2025 die Fachtagung „Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der kommunalen Integrationsarbeit“ statt. Den Auftakt der landesweiten Veranstaltungsreihe bildete die gemeinsam von der Bezirksregierung Düsseldorf und der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur ausgerichtete Tagung.
Vor dem Hintergrund steigender antisemitischer Vorfälle sowie weiterer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auf kommunaler Ebene widmete sich die Fachtagung insbesondere der Frage, wie kommunale Akteurinnen und Akteure in ihrer Präventions- und Integrationsarbeit gestärkt und besser vernetzt werden können. Im Mittelpunkt standen dabei die Sensibilisierung für antisemitische Erscheinungsformen, die Auswirkungen des aktuellen Nahostkonflikts auch auf Nordrhein-Westfalen sowie Herausforderungen und Chancen im Kontext von Migrationsgesellschaft und kommunaler Integrationsarbeit.
Ein besonderer Fokus lag auf der Rolle der Kommunalen Integrationszentren und der kommunalen Integrationsarbeit. Beide Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Demokratieförderung. Die Tagung machte deutlich, dass die Prävention von Antisemitismus und anderer Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit insbesondere auf kommunaler Ebene nachhaltige Netzwerke, fachliche Unterstützung und kontinuierliche Sensibilisierung erfordert. Dafür ist es unerlässlich, Betroffene einzubeziehen. Dazu trug auch das Grußwort von, Vertreter der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, bei.
Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung Raum für Austausch, Vernetzung und die Vorstellung guter Praxisbeispiele. Ziel war es, bestehende Erfahrungen sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze auf andere kommunale Strukturen übertragen zu können.
An der Fachtagung nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalen Integrationszentren, der kommunalen Integrationsarbeit, Integrationsräten sowie weitere Fachakteurinnen und Fachakteure aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf teil. Die hohe Resonanz verdeutlichte das große Interesse sowie den wachsenden Bedarf an Austausch und Unterstützung im Umgang mit Antisemitismus und gesellschaftlicher Polarisierung auf kommunaler Ebene.
Zugleich setzte die Veranstaltung ein wichtiges Zeichen für die enge und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Land, Bezirksregierungen, Kreisen und Kommunen in Nordrhein-Westfalen bei der Bekämpfung von Antisemitismus. Die Tagung verdeutlichte, wie wichtig abgestimmte und unterstützende Strukturen zwischen den unterschiedlichen staatlichen Ebenen für eine nachhaltige Präventionsarbeit sind.
Die Veranstaltung unterstrich zudem die Bedeutung einer ganzheitlichen und langfristigen Präventionsarbeit. Antisemitismusprävention kann nur gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird und kommunale Strukturen in ihrer wichtigen Arbeit dauerhaft gestärkt werden.
Vor dem Hintergrund der positiven Resonanz sind bereits weitere Fachtagungen für das Jahr 2026 in den Regierungsbezirken Münster und Arnsberg fest terminiert. Diese werden regionale Schwerpunkte und spezifische Herausforderungen vor Ort stärker in den Blick nehmen und den landesweiten Austausch weiter vertiefen.