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Wanderausstellung zu jüdischen Sportstars in Essen eröffnet

14.08.2026

Neue Zielgruppen für die Erinnerungsarbeit erreichen: Die Wanderausstellung „Jüdische Sportstars“ auf den FISU* World University Games Rhein Ruhr 2025 

Datum: 21. Juli 2025 

Die Beauftragte eröffnete am 21. Juli 2025 gemeinsam mit der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Andrea Milz, die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ im Grugapark Essen, eine der Hauptspielstätten der FISU World University Games Rhein Ruhr 2025. Bei der Eröffnung ebenfalls zugegen waren der Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, die Erste Bürgermeisterin der Stadt Essen, Julia Jacob und der CEO der Rhine-Ruhr 2025 FISU Games gGmbH, Niklas Börger sowie der Ausstellungsmacher Prof. Lorenz Peiffer und unterstrichen damit die Bedeutung der Veranstaltung.

Die Beauftragte betonte in ihrem Grußwort: 

Die FISU World University Games stehen für internationale Begegnung, Fairness und Vielfalt – und schaffen gleichzeitig Raum für kritische Erinnerung und historische Verantwortung. Gerade deshalb ist es wichtig, auch an jene Sportlerinnen und Sportler zu erinnern, denen aufgrund ihres jüdischen Glaubens die Teilnahme am sportlichen und gesellschaftlichen Leben verwehrt wurde. Die Ausstellung mahnt uns, Ausgrenzung und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten – damals wie heute. Sie erinnert nicht nur an vergangenes Unrecht, sondern schlägt den Bogen zur Gegenwart: Auch heute noch sehen sich jüdische und insbesondere israelische Athletinnen und Athleten weltweit Boykottaufrufen und sicherheitsbedingten Einschränkungen ausgesetzt.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, unterstrich in ihrer Ansprache: Wir stellen uns entschieden gegen Antisemitismus, ob im Sport oder in allen anderen Bereichen unseres täglichen Miteinanders. Wir in Nordrhein-Westfalen sind Gastgeber, bei den jüdische Sportlerinnen und Sportler uneingeschränkt willkommen sind.“

Die Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games waren eines der größten Multisport-Events der Welt im Jahr 2025. Sie fanden vom 16. bis 27. Juli 2025 in Bochum, Duisburg, Essen, Mülheim an der Ruhr, Hagen und Berlin statt. Rund 8.500 studentische Spitzensportlerinnen und Spitzensportler sowie Offizielle aus bis zu 150 Ländern kämpften um Medaillen in 18 Sportarten. 

Essen wurde als eine der zentralen Hauptspielstätten der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games in Nordrhein-Westfalen mit dem größten Publikumsaufkommen bewusst als Ausstellungsort für die „Jüdischen Sportstars“ ausgewählt, um möglichst viele der zahlreichen Besucherinnen und Besucher der FISU World University Games zu erreichen und so neue Zielgruppen für die Erinnerungsarbeit zu gewinnen.

Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ ist ein Projekt des Zentrums deutsche Sportgeschichte e. V. in Kooperation mit wechselnden Partnerinstitutionen. Gefördert wird sie durch die DFB-Kulturstiftung, den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). 

Die Ausstellung war in Nordrhein-Westfalen (u.a. 2025 in Telgte) und deutschlandweit bereits an mehreren Orten zu sehen und kann über die Homepage bei den Ausstellungsmachern angefordert werden: https://juedische-sportstars.de/

*Die Abkürzung "FISU" steht für: Fédération Internationale du Sport Universitaire. Offizielle Sprachen Der FISU sind Englisch und Französisch.

 

Das Foto zeigt die Skulptur von Ralph Klein im Grugapark Essen, daneben Stefan Klett (Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen), Sylvia Löhrmann (Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur), Prof. Dr. Lorenz Peiffer (Mitkurator der Ausstellung), Andrea Milz (Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt) und Julia Jacob (1. Bürgermeisterin der Stadt Essen).

Die Ausstellungseröffnung der "Jüdischen Sportstars" in Essen