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Im Haus in der Hohen Straße 13 in Dingden wohnte bis 1941 die jüdische Familie Humberg. Sie betrieb eine Metzgerei und einen Manufakturwarenladen. Die Eltern, Rosalia und Abraham, und ihre sieben Kinder waren geschätzte Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Doch die Familie Humberg wurde - wie Millionen Juden - zum Opfer der systematischen Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten. Vier Geschwister werden ermordet,
drei konnten mit ihren Familien nach Kanada auswandern.
Die Spuren dieser deutschen Familie wären durch die tragischen Ereignisse unsichtbar geworden, hätten sich nicht die Mitglieder des Heimatvereins Dingden e. V. der Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner angenommen.
Seit Juni 2012 lädt der „Geschichtsort Humberghaus Dingden“ ein, diese einfache und zugleich ergreifende Geschichte zu entdecken. Das Humberghaus ist kein Museum, sondern ein Ort der Erinnerung, des Nachdenkens und des Lernens, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufscheinen. Ein interaktiver Medien-Guide sowie Führungen und Angebote für Schulklassen ermöglichen einen individuellen Zugang.
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Hohe Straße 146499 Hamminkeln-Dingden