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Veranstaltungen

„Westfalen, wo es weh tut.“
Eine Radtour zu schwierigen Orten der Zeitgeschichte in Münster

Treffpunkt: Wolfgang Borchert Theater, Am Mittelhafen 10, 48155 Münster


Die Route führt zu historisch kontaminierten Stätten der NS-Zeit sowie zu Orten der jüngeren Zeitgeschichte wie dem „Kiepenkerl“ und kontrovers diskutierten Punkten: wie etwa zu dem Tatort in Münster, an dem die trans* Person Malte C. während des Christopher Street Days 2022 angegriffen worden war, oder zu Plätzen, an denen die Pressefreiheit in Gefahr war. Es handelt sich um Orte im Stadtgebiet, die berühren oder zum Diskutieren anregen, und um Aspekte, die an dem Samstag vor dem Internationalen Frauentag bestehende Ungleichheit und Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft kritisch spiegeln. „Westfalen, wo es weh tut“, lautet daher der Titel der Tour, die Stefan Querl aus dem Team der Villa ten Hompel anbietet.


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wohl aber strikte Verkehrssicherheit, was die genutzten Leezen anbelangt: Geradelt wird auf eigene Gefahr, aber unterwegs auch so, dass auch Ungeübte oder Familien mit kleineren Kindern, Backfietsen oder mit Anhängern sicher mithalten und dass Neuzugezogene sich schnell orientieren können. Etwa 25 Kilometer werden insgesamt zurückgelegt (ohne Steigung oder ungepflasterte Wege). Einmalig gehört das Wolfgang Borchert Theater zu den Kooperationspartner*innen angesichts der jüdischen Geschichte des Flechtheim-Speichers und wegen seiner vielbeachteten aktuellen Produktion „Die Heimsuchung“, einer Fassung für die Bühne von Intendantin Tanja Weidner auf Grundlage des Romans von Jenny Erpenbeck.


Vor dem Theatereingang ist auch der Start- und Treffpunkt für die Hafen- und Innenstadt-Tour: Die Adresse lautet Am Mittelhafen 10 in Münster. Auf eigene Kosten sind während der drei Stunden unterwegs Verzehrpausen eingeplant. Das dreistündige Angebot endet mit einem Rundgang durch den Geschichtsort Villa ten Hompel und einer Führung durch die Dauerausstellung „Geschichte Gewalt Gewissen“.
 

Für Mitglieder der beteiligten Organisationen ist die Teilnahme frei. Andere zahlen 5 €, ermäßigt 3 €.
Kontakt für Fragen im Vorfeld per Mail: muensterland@
gegen-vergessen.de


In Kooperation mit:
Förderverein Villa ten Hompel e.V., Allgemeiner Deutscher Fahrradclub Kreisverband Münsterland e.V., Gegen Vergessen – Für Demokratie, Regionalarbeitsgruppe Münsterland e.V., Verein zur Förderung des Wolfgang Borchert Theaters in Münster e.V.

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| Köln | Tagung 

IBAS-Fachtagung vom 12. bis 13. März 2026 in Köln

Vom 12. bis 13. März 2026 veranstaltet das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) die Fachtagung „Aufklärung und Repression: Zur Bekämpfung von israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen“ im Rahmen des Weiterbildungsprojekts „IBAS – Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten“ an der katho am Standort Köln.

Aufklärung und Repression: Zur Bekämpfung von israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen

 
Datum und Uhrzeit12.03.2026, 19:00 Uhr - 13.03.2026, 16:00 Uhr
Ort/ AdresseKatholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Standort Köln
Wörthstr. 10
50668 Köln
Referent_innenProf.in Dr.in Julia Bernstein, Ina Brandes, Prof. Dr. Stephan Grigat, Dr. Marc Grimm, Deborah Hartmann, Prof. Dr. Philipp Lenhard, Prof. Dr. Stefan Müller, Dr. Reut Paz, Hanna Pustilnik, Jörg Rensmann, Prof.in Dr.in Barbara Schermaier-Stöckl u.v.m.
AnmeldezeitraumBis zum 1. März 2026
AnmeldeinformationenAnmeldeformular (siehe unten)
VeranstalterCentrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS)
 
 

Antisemitismus bleibt auch im 21. Jahrhundert eine ernstzunehmende gesellschaftliche Herausforderung – sichtbar in Anfeindungen, Verschwörungserzählungen und Übergriffen. Seit dem terroristischen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 häufen sich antisemitische Vorfälle. Für nordrhein-westfälische Hochschulen weist die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Nordrhein-Westfalen (RIAS NRW) für 2024 einen Anstieg der gemeldeten Fälle um 216 Prozent aus. Hochschulen tragen daher besondere Verantwortung: demokratische Werte vermitteln, Diskriminierung entgegentreten und eine respektvolle Lernumgebung sichern.
 

Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten (IBAS)

Seit September 2024 koordiniert das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) das Bildungsprojekt „Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten (IBAS)“. In Kooperation mit der Hochschulübergreifenden Fortbildung NRW richtet sich das Projekt mit kostenfreien Bildungsangeboten an Hochschulmitarbeitende in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, Wissen zu Antisemitismus und zum arabisch-israelischen Konflikt zu vertiefen, Handlungssicherheit zu gewinnen und im Hochschulalltag wirksam zu intervenieren.
 

IBAS-Fachtagung

Um den Austausch und die Vernetzung weiter zu fördern, lädt das CARS im Frühjahr 2026 zu einer Fachtagung ein:


12.-13. März 2026 | katho am Standort Köln
Aufklärung und Repression – Zur Bekämpfung von israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen
Fachtagung im Rahmen des Projekts IBAS


Eingeladen sind primär Hochschulbeschäftigte aus NRW,  darüber hinaus Fachleute aus Bildungsinstitutionen, Verwaltung und Politik sowie alle an der Thematik Interessierten, um sich zu informieren, zu vernetzen und mitzudiskutieren.

 

PROGRAMM


Donnerstag, 12. März 2026 

19:00-21:00 

ÖFFENTLICHE ABENDVERANSTALTUNG

Gebildeter Antisemitismus: Was Judenfeindschaft an Hochschulen besonders macht

  • Deborah Hartmann (Leiterin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz, Berlin)
  • Prof. Dr. Philipp Lenhard (Ludwig-Maximilians-Universität München)  
  • Moderation: Dr. des. Matheus Hagedorny (Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien, katho

Freitag, 13. März 2026 

10:00-10:30 

ERÖFFNUNG UND EINFÜHRUNG

Grußworte

  • Ina Brandes (Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen)
  • Prof. Dr. Barbara Schermaier-Stöckl (Rektorin der katho)
  • Prof. Dr. Stephan Grigat (Leiter des Centrums für Antisemitismus- und Rassismusstudien, katho) 

Sachstand: Israelbezogener Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen 

  • Jörg Rensmann (Leiter der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus NRW) 
10:30-12:00

 KEYNOTE MIT DISKUSSION 

Die Rolle der Lehrenden im Kampf gegen (israelbezogenen) Antisemitismus 

  • Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Sciences) 
12:00-13:00Mittagspause
13:00–14:45

WORKSHOPS & PANELS (PARALLEL) 

(1) Bedarfe jüdischer Studierender an Hochschulen 

  • Hanna Lea Pustilnik (Vorsitzende des Jüdischen Studierendenverbands NRW)
  • Evelyn Deller (stv. Vorsitzende des Jüdischen Studierendenverbands NRW) 

(2) Antisemitismusforschung in der pädagogischen Praxis

  • Vertr.-Prof. Dr. Marc Grimm (Bergische Universität Wuppertal) 

(3) Antisemitische Codes und Symbole erkennen

  • Marit Zimmermann (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus NRW) 

(4) Umgang mit Antisemitismus in Hochschulverwaltung und studentischer Selbstverwaltung  

  • Dr. Reut Yael Paz (Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)) 

(5) Antisemitism and Higher Education (in English)

  • Nikolai Schreiter (Universität Passau)  
15:00-16:00

ABSCHLUSSDISKUSSION

Welche Strukturen braucht die Antisemitismusprävention an Hochschulen?

  • Evelyn Deller (stv. Vorsitzende des Jüdischen Studierendenverbands NRW)
  • Andreas Stahl (Leiter der zentralen Stelle für Beratung und Monitoring von antisemitischen Vorfällen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen)
  • Prof. Dr. Stefan Müller (Frankfurt University of Applied Sciences)
  • Moderation: Katrin Henkelmann (Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien, katho) 

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Freitag, 13. März, 16.30 Uhr
Kabbalath Shabbat in der
Synagoge in Unna
Die „Woche“ beginnt in diesem Jahr
am Vorabend des Shabbat mit einem
Gottesdienst in der Synagoge der li-
beralen jüdischen Gemeinde „haKo-
chaw“ (der Stern). Nach einer kurzen
Begrüßung und Einführung beginnt
um 17.00 Uhr der Gottesdienst, mit dem der Anbruch
des Shabbat ge feiert wird.
Anschließend Teilnahme am Kiddusch.
Treffpunkt: Buderusstraße 11, 59427 Unna
 

Anmeldung bitte bis zum 5. März unter
0176/142 110 81. Personalausweis bitte
mitbringen! Begrenzte Teilnehmer:innenzahl
 

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Sonntag, 15. März, 16.00-18.00 Uhr
Eröffnungsveranstaltung
Kampf gegen Antisemitismus als gesellschaftliche
Herausforderung
Sylvia Löhrmann, Beauftragte gegen Antisemitismus
des Landes Nordrhein-Westfalen
Zur Eröffnung der Woche der Begeg-
nung mit dem Judentum spricht
Sylvia Löhrmann, Antisemitismusbe-
auftragte des Landes Nordrhein-
Westfalen, über ihre aktuelle Arbeit
und die gesellschaftlichen Herausfor-
derungen im Kampf gegen Antisemi-
tismus. Im anschließenden Austausch
ist Raum für Fragen, persönliche Ein-
drücke und gemeinsames Nachdenken – ein Abend,
der Information, Dialog und echte Begegnung mitein-
ander verbindet.
Moderation: Marco Düsterwald
Heinrich-von-Kleist-Forum, Platz der deut-
schen Einheit 1, Gerd-Bucerius-Saal.
Eintritt frei

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Lesung mit Anja Reumschüssel
In ihrem Roman „Über den Dächern
von Jerusalem“ verknüpft die Jour-
nalistin Anja Reumschüssel zwei
Zeitebenen – 1947/48 und 2023 –
und erzählt die Begegnung zweier jü-
discher und zweier palästinensischer
Jugendlicher. Ihre persönlichen Er-
fahrungen spiegeln die historischen
Entwicklungen rund um die Staats-
gründung Israels sowie die aktuelle Situation im West-
jordanland wider. Mit viel Feingefühl verbindet die
Autorin historische Fakten mit individuellen Lebens -
geschichten und eröffnet so einen verständlichen und
differenzierten Blick auf die Komplexität des Nahost-
konflikts.

VHS 2611105, Heinrich-von-Kleist-Forum,
Platz der deutschen Einheit 1,
Gerd-Bucerius-Saal.
Eintritt 

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Führung Sonderausstellung:

Rafft Euch empor! Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung

 

Sonntag, 22. März 2026, 15:00 Uhr,  Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

 

Die demokratische Teilhabe an der Gestaltung unserer Gesellschaft mag uns selbstverständlich erscheinen. Doch grundlegende Voraussetzungen wurden in der ersten Frauenbewegung schwer erkämpft: Der gleichberechtigte Zugang zu Bildung und Erwerbstätigkeit, das Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen, aber auch die Kontrolle über den eigenen Körper waren Themen, die die Frauen damals beschäftigt haben. Unter den Aktivistinnen befanden sich auch zahlreiche Jüdinnen, die um Gleichberechtigung rangen.
Die Ausstellung stellt einige dieser Aktivistinnen vor und gibt so einen Einblick in die Entwicklung der Frauenbewegung hier in der Region. Die Frauen werden dazu von Studierenden der Hochschule Bielefeld in künstlerischen Interpretationen zum Leben erweckt. Interaktive Stationen laden ein, die historischen Ereignisse mit der Gegenwart zu verknüpfen.

Anmeldungen und weitere Informationen unter rezeption@jmw-dorsten.de

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