Rafft Euch empor! Jüdische Aktivistinnen aus Westfalen in der ersten Frauenbewegung
12. Oktober 2025 – 12. April 2026
Gehen Sie wählen? Haben Sie die Schule besucht und eine Ausbildung gemacht, vielleicht studiert? Alles selbstverständlich, oder? Nicht immer und nicht für alle: Viele grundlegende Voraussetzungen für gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft waren in der ersten Frauenbewegung schwer umkämpft. Der Zugang zu Bildung und Erwerbstätigkeit, das Wahlrecht, faire Arbeitsbedingungen, aber auch die Kontrolle über den eigenen Körper waren Themen, die die Frauen damals beschäftigt haben. Jüdinnen waren in dieser Bewegung zahlreich vertreten: Sie waren in und außerhalb von jüdischen Vereinen aktiv und nahmen auch die Rolle der Frau in den jüdischen Gemeinden in den Blick. Die mehrfache Diskriminierung, der sie ausgesetzt waren – als Frau und als Jüdin –, brachte teils einen spezifisch jüdischen Aktivismus hervor.
Wir stellen Ihnen neun dieser jüdischen Aktivistinnen aus Westfalen vor, die hier vor Ort, zum Teil aber auch darüber hinaus gewirkt haben. Sie werden in der Ausstellung in künstlerischer Interpretation von Studierenden der Hochschule Bielefeld zum Leben erweckt. Machen Sie sich ein Bild von diesen Frauen, erfahren Sie mehr über die Themen, die sie bewegten, und erkunden Sie in interaktiven Stationen, was die erste Frauenbewegung mit uns heute zu tun hat! Denn vielleicht sind wir den Weg zu gleichberechtigter, demokratischer Teilhabe doch noch nicht bis zum Ende gegangen?
Begleitprogramm für Erwachsene und Schulklassen
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Begleitprogramm gerahmt werden. Die Abendveranstaltungen werden unter der Rubrik „Veranstaltungen“ auf unserer Homepage publiziert werden.
Für Schulen bieten wir einen Workshop an, der u.a. Frauenrechte heute thematisiert. Außerdem besteht die Möglichkeit die Ausstellung mit einem begleitenden Arbeitsheft zu erkunden. Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne unter lernen@jwmw-dorsten.de an unsere Museumspädagoginnen.




