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"Antisemitismus-Judenhass - geht uns alle an."

Stellungnahme der Beauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, Staatsministerin a.D. Sylvia Löhrmann, zum RIAS NRW Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in Nordrhein-Westfalen 2025. Der Bericht wurde am 3. Juni 2026 mit einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Besuch des Grenzgangs der Polizei in Selm

 

Am 31. März 2026 besuchte die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, das Zentrum für ethische Bildung und Seelsorge sowie den dort angesiedelten berufsethischen Lernort „Grenzgang“ beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP) in Selm.

786 antisemitische Straftaten im Jahr 2025

Bürgerschaftliches Engagement für Jüdische Kultur in Essen - Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen

Am 26. März 2026 traf die Beauftragte beim Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen in der Alten Synagoge Essen auf viele interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen. Auch Vertreter der Jüdischen Kultus-Gemeinde-Essen nahmen an der Veranstaltung teil.

Anne Frank Tag 2026: Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus

Der Anne Frank Tag ist ein bundesweiter Aktionstag an Schulen, um das Engagement für eine demokratische Gesellschaft in Auseinandersetzung mit der Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust zu stärken. Seit 2017 führt das Anne Frank Zentrum jedes Jahr zu Anne Franks Geburtstag am 12. Juni den Anne Frank Tag durch.

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News

Neuigkeiten im Überblick

"Antisemitismus-Judenhass - geht uns alle an."

Stellungnahme der Beauftragten für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, Staatsministerin a.D. Sylvia Löhrmann, zum RIAS NRW Jahresbericht „Antisemitische Vorfälle in Nordrhein-Westfalen 2025. Der Bericht wurde am 3. Juni 2026 mit einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. 

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Grenzgang in Selm

Besuch des Grenzgangs der Polizei in Selm

 

Am 31. März 2026 besuchte die Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur, das Zentrum für ethische Bildung und Seelsorge sowie den dort angesiedelten berufsethischen Lernort „Grenzgang“ beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP) in Selm.

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786 antisemitische Straftaten im Jahr 2025

Bürgerschaftliches Engagement für Jüdische Kultur in Essen - Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen

Am 26. März 2026 traf die Beauftragte beim Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen in der Alten Synagoge Essen auf viele interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen. Auch Vertreter der Jüdischen Kultus-Gemeinde-Essen nahmen an der Veranstaltung teil.

Anne Frank Tag 2026: Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus

Der Anne Frank Tag ist ein bundesweiter Aktionstag an Schulen, um das Engagement für eine demokratische Gesellschaft in Auseinandersetzung mit der Geschichte von Nationalsozialismus und Holocaust zu stärken. Seit 2017 führt das Anne Frank Zentrum jedes Jahr zu Anne Franks Geburtstag am 12. Juni den Anne Frank Tag durch.

Veranstaltungen

Veranstaltungen im Überblick

Musikfestival 24.05.-6.09.2026 Schätze jüdischer Chormusik

Schätze jüdischer Chormusik 
6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“
(Kurzfassung)

Das mittlerweile 6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“ bringt in den kommenden Monaten die Schätze jüdischer Chormusik zum Klingen. Das Programm umfasst vom 24. Mai bis 6. September Konzerte, Führungen und ein Symposium. Zum Auftakt gastiert am 24. Mai der Leipziger Synagogalchor in Bochum. Veranstalter des Kulturfestivals ist die Evangelische Stadtakademie Bochum gemeinsam mit Partnerorganisationen.

Zwölf Veranstaltungen in Bochum und an Orten mit Landsynagogen quer durch Westfalen bieten ein Kaleidoskop jüdischer Musik und Kultur. Sie wollen „Freude wecken, nicht mit dem Zeigefinger daherkommen“, sagt Festival-Leiter Dr. Manfred Keller. Das solle den Weg ebnen „für Verständigung und Dialog mit unseren jüdischen Nachbarn“. 

„Neben drei Konzerten in Bochum gestalten wir in ausgewählten westfälischen Landgemeinden zwischen Mai und Juli von Sonntag zu Sonntag ein Nachmittagsprogramm mit jeweils drei Bausteinen“, erläutert Keller die Programm-Schwerpunkte: „Eine literarischen Veranstaltung, eine geführte Ortsbegehung auf jüdischen Spuren und ein Konzert mit jüdischer Musik, von traditionell bis modern.“

Den Festival-Auftakt bestreitet am Sonntag, 24. Mai, der renommierte Leipziger Synagogalchor um 17 Uhr im Kunstmuseum Bochum mit „Schätze jüdischer Chormusik".

Im ersten Teil des Konzerts sind liturgische Chorwerke des 19. und 20. Jahrhunderts, Vertonungen von Psalmen und Gebeten, zu hören. Der zweite Teil ist jiddischen und hebräischen Liedern gewidmet.

Ein weiterer Höhepunkt im Festivalreigen ist der Konzertnachmittag am 4. Juni um 16 Uhr in der Synagoge Bochum: Unter dem Motto „Klangbrücken: Musik der liberalen Synagoge zwischen Bochum und Philadelphia“ erklingen u.a. Werke des jüdischen Kantors Erich Mendel (1902-1988), der 1939 aus Bochum vertrieben wurde. Am 13. Juni findet zudem ein Chorkonzert unter dem Titel „Mah tovu – Wie schön sind deine Zelte“ in Bochum statt.

Bereits zuvor am 31. Mai startet die musikalische Rundreise durch acht westfälische Landsynagogen. Dort sind auch stets „Lieder der Synagoge“ von Mendel zu hören. Bat Kol David, der Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, das Collegium vocale Dortmund, der Evangelische Kirchenchor Bochum-Linden und der Frauenchor BellaDonna aus Gronau beteiligen sich an der Tournee. 

Außerdem laden die Veranstalter am 2. Juli zu einem Öffentlichen Symposion über „Westfälische Landsynagogen“ in Drensteinfurt ein. 

Das 6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“ wird von der Evangelischen Stadtakademie Bochum gemeinsam mit Partnern organisiert. Gefördert wird es von der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur sowie vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, vom Förderverein Synagoge Bochum-Herne-Hattingen, dem Kulturbüro der Stadt Bochum, der Evangelischen Kirche von Westfalen und weiteren Partnern.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Veranstalter bitten aber wegen steigender Kosten und rückläufiger Fördermittel um einen Beitrag zum Festival.

Das vollständige Programm findet sich im Internet unter www.stadtakademie.de. 

Hinweis für die Redaktion: Dieser Presseinformation sind honorarfreie Fotos beigefügt:

  • Leipziger Synagogalchor 02 © Anne Hornemann

  • Leipziger Synagogalchor 03 © Nikolai Schmidt

  • Dr. Manfred Keller, Leiter des Festivals „Musik & Kultur der Synagoge" © Stadt Bochum

 

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Stegemann
Evangelische Stadtakademie Bochum

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Ausstellung Jüdisches Museum Dorsten bis 11.10.2026 Kosmos des Lebens. Die Fotografin Annelise Kretschmer

Kosmos des Lebens. Die Fotografin Annelise Kretschmer

 

Sonntag, 28. Juni bis Sonntag, 11. Oktober 2026, Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

 

Die Dortmunderin Annelise Kretschmer (1903–1987) gehört zu den bedeutenden deutschen Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Mit der Wanderausstellung „Kosmos des Lebens. Die Fotografin Annelise Kretschmer“ würdigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Arbeit dieser Künstlerin.

Annelise Kretschmer war eine der ersten Frauen in Deutschland, die ein Fotoatelier eröffneten, wobei sie es schaffte mithilfe der Eltern Familie und Beruf zu vereinigen. Schon in den späten 1920er Jahren erlangte sie vor allem als Porträtfotografin internationale Anerkennung, wurde eingeladen auf der „Film und Foto“ in Stuttgart auszustellen und in Zeitschriften zu publizieren. Auch in die „Gesellschaft Deutscher Lichtbildner“ trat sie ein, wurde jedoch unter nationalsozialistischer Herrschaft wieder ausgeschlossen: Da ihr Vater jüdisch war, galt Annelise Kretschmer als sogenannte „Halbjüdin“. Ab 1933 konnte sie daher nur in geringem Umfang weiterarbeiten, legte aber trotzdem noch 1936 ihre Meisterprüfung ab. Erst kurz vor Kriegsende flüchtete sie mit der Familie vor den Bombenangriffen aus Dortmund und verbrachte die letzten Jahre in der Nähe von Freiburg. In der Nachkriegszeit eröffnete sie ihr Atelier in Dortmund erneut und wurde bald eine feste Größe im städtischen Kulturleben.

Im Laufe ihrer Karriere porträtierte Annelise Kretschmer Frauen, Kinder, Künstler*innen, Industrielle, Wissenschaftler*innen und Arbeiter*innen. Sie entwickelte dabei eine bildnerische Sprache, die die wesentlichen Charakterzüge der Menschen authentisch und unmittelbar einfängt. Auf diese Weise erschuf Anneliese Kretschmer mit ihren Fotografien einen direkten Kontakt zwischen Betrachtenden und Abgebildeten.

Die Ausstellung „Kosmos des Lebens“ stellt künstlerisches Schaffen und Leben Anneliese Kretschmers anhand von 60 Ausstellungsreproduktionen aus dem Bestand des LWL-Museums für Kunst und Kultur in Münster sowie acht Vintage-Prints aus dem Bestand des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund vor.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
Sonntag, 19. Juli 2026, 14:30 Uhr
Samstag, 15. August 2026, 14:30 Uhr
Samstag, 26. September 2026, 14:30 Uhr

Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen.

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Veranstaltung der Alten Synagoge Wuppertal 12.07.26 Bet HaOlam – Haus der Ewigkeit

Eingang Jüdischer Friedhof, Weinberg 4, Wuppertal-Elberfeld (Bus 623) 
 

Bet HaOlam – Haus der Ewigkeit

Der jüdische Friedhof am Weinberg

Führung mit Dr. Ulrike Schrader

Die jüdische Gemeinde Elberfeld erwarb im Oktober 1896 ein rund 12.000 qm große Grundstück im Quartier Uellendahl von der Stadtverwaltung, weil ihr alter Friedhof an der Weißenburgstraße mittlerweile voll belegt war. Im Stil eines Waldfriedhofs, malerisch am Berg gelegen, wurden eine Platanenallee angelegt, Akazien und Kastanien gepflanzt und das Gelände in Felder geteilt. Im Jahr 1900 errichtete man am Eingang eine kleine Trauerhalle. Heute sind insgesamt rund 1.100 Grabstätten auf dem historischen Teil (bis 1960) erhalten. Einer der ältesten Grabsteine ist der des Webers Samuels Steilberger (1814-1901), der eine besondere Rolle im jüdischen Museum der Begegnungsstätte Alte Synagoge spielt. Der Spaziergang (rund 2 Stunden)stellt einzelne Biografien vor und erläutert die jüdischen Gesetze und Bräuche zu den Themen Sterben und Bestattung.

Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Der Friedhof ist nicht barrierefrei!

Teilnahmebeitrag: 5,00 €

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Konzert anlässl. der Preisverleihung 12.07. Ehrenamtspreis der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

Hellen-Israel-Preis 2026
Ehrenamtspreis der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

Feierliches Konzert anlässlich der Verleihung des Hellen-Israel-Preises anlässliches der Verleihung an den diesjährigen Preisträger, Dr. Robert Neugröschel, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Aachen und Stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein.

Das Programm taucht in die Welt der „hebräischen Liebe“ ein, „Ahava Ivrit“ – von der biblischen Zeit bis heute.

Die Liebe von Abraham und Sarah, Samson und Dalila, Ruth und Boaz … – die großen Liebesgeschichten, die Sehnsucht, die biblische Liebe. Liebe in der Diaspora und Liebe in der Gründerzeit des Staats Israel; die Liebe von Theresa di Moun und die Melodien einer jungen dynamischen Tel Aviver Liebe sind die Leitmotive des Programms.

Die schönsten Liebeslieder zum Dahinschmelzen, dargebracht von der in Deutschland und in den Gemeinden bereits bekannten israelischen Sopranistin Shai Terry in Begleitung des Pianisten Adi Bar Soria. 
Die Mezzosopranistin Shai Terry ist eine der erfolgreichsten israelischen Sängerinnen der jungen Generation. Konzertauftritte führen die junge Sängerin nach New York, Los Angeles, Las Vegas, Chicago, Wien und Frankfurt. Als Opernsängerin hat sie internationale Aufmerksamkeit gewonnen, u. a. durch ihre Auftritte am Nationaltheater Belgrad sowie zahlreiche Opernvorstellungen in Deutschland und Israel.

Shai Terry ist ein regelmäßiger Gast bei Festivals wie dem Rossi Festival in Belgrad, dem Barock Vocal Mainz und dem Opera Master Festival Jerusalem. Sie ist Stipendiatin der Buchmann-Mehta Stiftung und der Anna-Eisler-Lehmann Stiftung Mainz und studierte an der Tel Aviv University und an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

Adi Bar Soria ist sowohl als Pianist als auch als Dirigent international tätig. Neben seinen Auftritten in der Berliner Philharmonie und im Gewandhaus Leipzig dirigiert er Opernvorstellungen u. a. am Nationaltheater Mannheim, am Theater Augsburg und am Nationaltheater in Warschau.

Als Gewinner mehrerer internationaler Wettbewerbe konzertiert Adi Bar Soria weltweit mit zahlreichen Orchestern und ist regelmäßig zu Gast bei großen Festivals.

Liebeslieder aus Israel

Shai Terry (Mezzosopran)
Adi Bar Soria (Klavier)

Sonntag, 12. Juli 2026
17 Uhr
Leo-Baeck-Saal

Eintritt frei

Anmeldung unter:

www.jgdus.de/anmeldung

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Filmabend & Gespräch Villa Merländer 14.07.2026 Filmabend und Gespräch: „Lebensmotto: Frieden und Antifaschismus“

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Ausstellungseröffnung 19.07.2026 Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen

Ausstellung: Deutschland.Israel.Einblicke

Sonntag, 19. Juli bis Sonntag, 30. August 2026, Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten

 Wenn von den „Beziehungen“ zwischen Deutschland und Israel die Rede ist, dann wird es schnell staatstragend – oder schwarz-weiß. Diese Ausstellung hingegen richtet den Blick auf die Lebenswelten von Israelis und Deutschen, die sich tatsächlich begegnen. Denn ihre Geschichten erzählen von Zwischenmenschlichem und Emotionen, persönlichen Verbindungen und gemeinsamem Erleben. Künstler*innen, Diplomat*innen, Autor*innen, Musiker*innen, Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Aktivist*innen, Journalist*innen, ein Jurist und ein Mentalist kommen zu Wort. Alle kennen Deutschland und Israel aus eigenem Erleben. Sie haben auf zwei Fragen geantwortet: Woran denkst Du, wenn Du an Israel denkst? Woran denkst Du, wenn Du an Deutschland denkst? Die Antworten sind so vielfältig wie die Menschen, die sie erzählen.

Eintritt kostenlos.

© Land NRWBüro ASB

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Publikationen

Publikationen im Überblick

Deutschland und Israel heute - Zwischen Stabilität und Spannung

Die Studie „Deutschland und Israel heute. Zwischen Stabilität und Spannung“ der Bertelsmann Stiftung vertieft die Analyse der gegenseitigen Wahrnehmungen, ergänzt neue Ergebnisse zu Demokratie, bilateralen Beziehungen und Antisemitismusbekämpfung und ordnet die Entwicklungen umfassender in den gesellschaftlichen und politischen Kontext ein. Grundlage ist eine repräsentative Doppelbefragung von 1.346 Menschen in Deutschland und 1.367 Menschen in Israel, die zwischen dem 24. Februar und dem 25. März 2025 durchgeführt wurde. Deutsche und Israelis nehmen die Beziehungen zwischen ihren Ländern zunehmend unterschiedlich wahr. Während die Israelis Deutschland und seine Regierung mehrheitlich positiv sehen, fällt die Beurteilung Israels durch die deutsche Bevölkerung erheblich kritischer aus als noch vor wenigen Jahren. Die Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt zudem: Die Demokratie bleibt in beiden Ländern ein wichtiger gemeinsamer Bezugspunkt, steht aber zugleich unter Druck. Gleichzeitig nehmen der klassische und der israelbezogene Antisemitismus in der Bundesrepublik zu – insbesondere unter jüngeren Menschen.

Antisemitische Straftaten in der Polizeistatistik. Ergebnisse des Projekts Austausch von Polizei und Zivilgesellschaft zu Antisemitismus

Eine Studie des Bundesverbands RIAS untersucht die polizeiliche Erfassung von antisemitischen Straftaten. Die Studie, die im Rahmen des Forschungsprojekts APZAS entstand, beschreibt strukturelle Probleme, Unsicherheiten im Umgang mit Betroffenen und ein insgesamt unzureichendes Bild antisemitischer Hasskriminalität in den offiziellen Statistiken. Die Ergebnisse zeigen deutliche Leerstellen in der Erfassung und Statistik, denn das System der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) der Polizei greife zu kurz, da zivilgesellschaftlich dokumentierte Fälle oft nicht in der offiziellen Statistik landeten oder Täter- und Motivzuordnungen unvollständig sei. Laut RIAS wenden sich immer wieder Betroffene an die Meldestellen, weil Polizisten antisemitische Motive nicht erkennen oder bagatellisieren. Teilweise werde gar keine Anzeige erstattet, weil sich Betroffene nicht ernst genommen fühlen. Die Ergebnisse zeigen nach Angaben der Autoren, dass besonders israelbezogener Antisemitismus oft nicht als solcher identifiziert wird. Zudem offenbare sich eine sehr uneinheitliche Sensibilisierung innerhalb der Polizeien.