Schätze jüdischer Chormusik
6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“
(Kurzfassung)
Das mittlerweile 6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“ bringt in den kommenden Monaten die Schätze jüdischer Chormusik zum Klingen. Das Programm umfasst vom 24. Mai bis 6. September Konzerte, Führungen und ein Symposium. Zum Auftakt gastiert am 24. Mai der Leipziger Synagogalchor in Bochum. Veranstalter des Kulturfestivals ist die Evangelische Stadtakademie Bochum gemeinsam mit Partnerorganisationen.
Zwölf Veranstaltungen in Bochum und an Orten mit Landsynagogen quer durch Westfalen bieten ein Kaleidoskop jüdischer Musik und Kultur. Sie wollen „Freude wecken, nicht mit dem Zeigefinger daherkommen“, sagt Festival-Leiter Dr. Manfred Keller. Das solle den Weg ebnen „für Verständigung und Dialog mit unseren jüdischen Nachbarn“.
„Neben drei Konzerten in Bochum gestalten wir in ausgewählten westfälischen Landgemeinden zwischen Mai und Juli von Sonntag zu Sonntag ein Nachmittagsprogramm mit jeweils drei Bausteinen“, erläutert Keller die Programm-Schwerpunkte: „Eine literarischen Veranstaltung, eine geführte Ortsbegehung auf jüdischen Spuren und ein Konzert mit jüdischer Musik, von traditionell bis modern.“
Den Festival-Auftakt bestreitet am Sonntag, 24. Mai, der renommierte Leipziger Synagogalchor um 17 Uhr im Kunstmuseum Bochum mit „Schätze jüdischer Chormusik".
Im ersten Teil des Konzerts sind liturgische Chorwerke des 19. und 20. Jahrhunderts, Vertonungen von Psalmen und Gebeten, zu hören. Der zweite Teil ist jiddischen und hebräischen Liedern gewidmet.
Ein weiterer Höhepunkt im Festivalreigen ist der Konzertnachmittag am 4. Juni um 16 Uhr in der Synagoge Bochum: Unter dem Motto „Klangbrücken: Musik der liberalen Synagoge zwischen Bochum und Philadelphia“ erklingen u.a. Werke des jüdischen Kantors Erich Mendel (1902-1988), der 1939 aus Bochum vertrieben wurde. Am 13. Juni findet zudem ein Chorkonzert unter dem Titel „Mah tovu – Wie schön sind deine Zelte“ in Bochum statt.
Bereits zuvor am 31. Mai startet die musikalische Rundreise durch acht westfälische Landsynagogen. Dort sind auch stets „Lieder der Synagoge“ von Mendel zu hören. Bat Kol David, der Chor des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, das Collegium vocale Dortmund, der Evangelische Kirchenchor Bochum-Linden und der Frauenchor BellaDonna aus Gronau beteiligen sich an der Tournee.
Außerdem laden die Veranstalter am 2. Juli zu einem Öffentlichen Symposion über „Westfälische Landsynagogen“ in Drensteinfurt ein.
Das 6. Festival „Musik & Kultur der Synagoge“ wird von der Evangelischen Stadtakademie Bochum gemeinsam mit Partnern organisiert. Gefördert wird es von der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur sowie vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, vom Förderverein Synagoge Bochum-Herne-Hattingen, dem Kulturbüro der Stadt Bochum, der Evangelischen Kirche von Westfalen und weiteren Partnern.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Die Veranstalter bitten aber wegen steigender Kosten und rückläufiger Fördermittel um einen Beitrag zum Festival.
Das vollständige Programm findet sich im Internet unter www.stadtakademie.de.
Hinweis für die Redaktion: Dieser Presseinformation sind honorarfreie Fotos beigefügt:
Leipziger Synagogalchor 02 © Anne Hornemann
Leipziger Synagogalchor 03 © Nikolai Schmidt
Dr. Manfred Keller, Leiter des Festivals „Musik & Kultur der Synagoge" © Stadt Bochum
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Stegemann
Evangelische Stadtakademie Bochum
Am 26. März 2026 traf die Beauftragte beim Jahreszeitengespräch des Freundeskreises der Alten Synagoge Essen und der Stiftung Alte Synagoge Essen in der Alten Synagoge Essen auf viele interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus einsetzen. Auch Vertreter der Jüdischen Kultus-Gemeinde-Essen nahmen an der Veranstaltung teil.
